Europa hat ein „Wasserstoff-Backbone-Netzwerk“ aufgebaut, das 40 % des europäischen Bedarfs an importiertem Wasserstoff decken kann.

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Italienische, österreichische und deutsche Unternehmen haben Pläne zur Zusammenlegung ihrer Wasserstoffpipeline-Projekte vorgestellt, um eine 3.300 km lange Wasserstoffaufbereitungspipeline zu schaffen, die nach ihren Angaben bis 2030 40 % des europäischen Bedarfs an importiertem Wasserstoff decken könnte.

Die italienischen Unternehmen Snam, Trans Austria Gasleitung (TAG) und Gas Connect Austria (GCA) sowie das deutsche Unternehmen bayernets haben eine Partnerschaft zur Entwicklung des sogenannten Südlichen Wasserstoffkorridors geschlossen, einer Wasserstoffaufbereitungspipeline, die Nordafrika mit Mitteleuropa verbindet.

Ziel des Projekts ist die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff in Nordafrika und Südeuropa und dessen Transport zu europäischen Verbrauchern. Das Energieministerium des Partnerlandes hat seine Unterstützung für das Projekt angekündigt, um den Status eines Projekts von gemeinsamem Interesse (PCI) zu erlangen.

Die Pipeline ist Teil des europäischen Wasserstoff-Backbone-Netzwerks, das die Versorgungssicherheit gewährleisten soll und die Einfuhr von mehr als vier Millionen Tonnen Wasserstoff aus Nordafrika pro Jahr ermöglichen könnte, was 40 Prozent des europäischen REPowerEU-Ziels entspricht.

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Das Projekt besteht aus den einzelnen PCI-Projekten des Unternehmens:

Das italienische H2-Backbone-Netzwerk von Snam Rete Gas

H2-Bereitschaft der TAG-Pipeline

GCA's H2 Backbone WAG und Penta-West

HyPipe Bavaria von bayernets – Das Wasserstoffzentrum

Jedes Unternehmen reichte im Jahr 2022 seinen eigenen PCI-Antrag gemäß der Verordnung der Europäischen Kommission über das transeuropäische Energienetz (TEN-E) ein.

Laut dem Masdar-Bericht von 2022 könnte Afrika jährlich 3 bis 6 Millionen Tonnen Wasserstoff produzieren, wobei voraussichtlich 2 bis 4 Millionen Tonnen pro Jahr exportiert werden.

Im vergangenen Dezember (2022) wurde die geplante H2Med-Pipeline zwischen Frankreich, Spanien und Portugal angekündigt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, sie biete die Chance, ein „europäisches Wasserstoff-Backbone-Netzwerk“ zu schaffen. Die Pipeline, die voraussichtlich die erste große Wasserstoffpipeline Europas sein wird, könnte jährlich rund zwei Millionen Tonnen Wasserstoff transportieren.

Im Januar dieses Jahres (2023) kündigte Deutschland seinen Beitritt zum Projekt an, nachdem es die Wasserstoffkooperation mit Frankreich gestärkt hatte. Im Rahmen des REPowerEU-Plans strebt Europa an, bis 2030 eine Million Tonnen erneuerbaren Wasserstoff zu importieren und gleichzeitig eine weitere Million Tonnen im Inland zu produzieren.


Veröffentlichungsdatum: 24. Mai 2023
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