Honda schließt sich Toyota im Wasserstoffmotoren-Forschungsprogramm an

Laut ausländischen Medienberichten wird der von Toyota angeführte Vorstoß, die Wasserstoffverbrennung als Weg zur Klimaneutralität zu nutzen, von Konkurrenten wie Honda und Suzuki unterstützt.Eine Gruppe japanischer Kleinstwagen- und Motorradhersteller hat eine neue landesweite Kampagne zur Förderung der Wasserstoffverbrennungstechnologie gestartet.

09202825247201(1)

Honda Motor Co und Suzuki Motor Co werden sich Kawasaki Motor Co und Yamaha Motor Co bei der Entwicklung von Wasserstoffmotoren für die „kleine Mobilität“ anschließen. Zu dieser Kategorie gehören laut den Unternehmen Kleinstwagen, Motorräder, Boote, Baumaschinen und Drohnen.

Die am Mittwoch vorgestellte Strategie von Toyota Motor Corp. für saubere Antriebe verleiht diesem Bereich neuen Schwung. Toyota ist im Bereich der sauberen Antriebstechnologie weitgehend allein.

Seit 2021 positioniert Toyota-Chef Akio Toyoda die Wasserstoffverbrennung als Weg zur Klimaneutralität. Japans größter Automobilhersteller entwickelt Wasserstoffmotoren und setzt sie in Rennwagen ein. Akio Toyoda wird voraussichtlich diesen Monat bei einem Langstreckenrennen auf dem Fuji Motor Speedway einen Wasserstoffmotor fahren.

Noch 2021 äußerte sich Honda-Chef Toshihiro Mibe ablehnend zum Potenzial von Wasserstoffmotoren. Honda habe die Technologie zwar untersucht, aber nicht an ihre Einsatzfähigkeit in Autos geglaubt, sagte er.

Nun scheint Honda sein Tempo anzupassen.

Honda, Suzuki, Kawasaki und Yamaha gaben in einer gemeinsamen Erklärung die Gründung einer neuen Forschungsvereinigung namens HySE (Hydrogen Small Mobility and Engine Technology) bekannt. Toyota wird als assoziiertes Mitglied in die Vereinigung eintreten und seine Forschungsergebnisse zu größeren Fahrzeugen einbringen.

„Die Forschung und Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen, die als die nächste Generation der Energie gelten, schreitet zügig voran“, sagten sie.

Die Partner werden ihre Fachkenntnisse und Ressourcen bündeln, um „gemeinsam Konstruktionsstandards für wasserstoffbetriebene Motoren für kleine Kraftfahrzeuge festzulegen“.

Alle vier sind bedeutende Motorradhersteller sowie Hersteller von Schiffsmotoren für Boote und Motorboote. Honda und Suzuki zählen außerdem zu den führenden Herstellern beliebter, in Japan einzigartiger Kleinwagen, die fast 40 Prozent des japanischen Pkw-Marktes ausmachen.

Der neue Antriebsstrang basiert nicht auf Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie.

Das vorgeschlagene Energiesystem basiert stattdessen auf Verbrennungsmotoren, die Wasserstoff anstelle von Benzin verbrennen. Der potenzielle Vorteil liegt in nahezu null Kohlendioxidemissionen.

Die neuen Partner rühmen sich zwar des Potenzials, räumen aber gleichzeitig die enormen Herausforderungen ein.

Die Wasserstoffverbrennung verläuft schnell und die Zündzone ist groß, was häufig zu Verbrennungsinstabilitäten führt. Zudem ist die Kraftstoffspeicherkapazität begrenzt, insbesondere in kleinen Fahrzeugen.

„Um diese Probleme anzugehen“, so die Gruppe, „engagieren sich die Mitglieder von HySE für die Grundlagenforschung, nutzen ihr umfangreiches Fachwissen und ihre Technologie zur Entwicklung benzinbetriebener Motoren und arbeiten dabei eng zusammen.“


Veröffentlichungsdatum: 19. Mai 2023
WhatsApp-Online-Chat!