Bulgatransgaz, der Betreiber des bulgarischen öffentlichen Gastransportsystems, hat erklärt, dass er sich in der frühen Entwicklungsphase eines neuen Wasserstoffinfrastrukturprojekts befindet, das voraussichtlich eine Gesamtinvestition von€860 Millionen in naher Zukunft und wird Teil eines zukünftigen Wasserstoffkorridors von Südosteuropa nach Mitteleuropa sein.
Bulgartransgaz gab heute in einem Entwurf eines 10-Jahres-Investitionsplans bekannt, dass das Projekt, das zur Anbindung an eine ähnliche Infrastruktur in Griechenland von seinem Pendant DESFA entwickelt wird, eine neue 250 km lange Pipeline durch Südwestbulgarien sowie zwei neue Gaskompressionsstationen in den Regionen Pietrich und Dupnita-Bobov Dol umfassen wird.
Die Pipeline wird den bidirektionalen Wasserstofftransport zwischen Bulgarien und Griechenland ermöglichen und eine neue Verbindungsleitung in der Grenzregion Kulata-Sidirokastro schaffen. Das EHB ist ein Konsortium aus 32 Energieinfrastrukturbetreibern, darunter auch Bulgartransgaz. Im Rahmen des Investitionsplans wird Bulgartransgaz bis 2027 zusätzlich 438 Millionen Euro investieren, um die bestehende Gastransportinfrastruktur so umzurüsten, dass sie bis zu 10 Prozent Wasserstoff transportieren kann. Das Projekt, das sich noch in der Explorationsphase befindet, wird ein intelligentes Gasnetz in Bulgarien entwickeln.
Projekte zur Modernisierung bestehender Gastransportnetze könnten in Europa ebenfalls den Status kritischer Infrastruktur erhalten, erklärte Bulgatransgaz in einer Mitteilung. Ziel ist es, Möglichkeiten zur Integration und zum Transport von erneuerbaren Gasmischungen mit einem Wasserstoffanteil von bis zu 10 % zu schaffen.
Veröffentlichungsdatum: 27. April 2023
